Hannover City 2020+

städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb 2010, 2. Phase

Hannover ist zum einen die differenzierte, komplexe, in der Geschichte mehrfach überformte, zum anderen die bipolare Stadt, in der eine kompakte, innerstädtische reparierte Textur einer fließenden Stadtlandschaft der Nachkriegsmoderne gegenüber steht.
Der Entwurf bietet die große Chance, zwei aus der Weite des Klagesmarktes geborene, jeweils sehr charakteristische Freiräume in das innerstädtische Raumgefüge Hannovers zu integrieren. Die Enfilade vom Zentrum in den angrenzenden Norden wird zu einem stadträumlichen Erlebnis, bei dem der Park und der Marktplatz wichtige Orte des Verweilens und frischen urbanen Lebens werden. Im wesentlichen wird die Metamorphose des Areals durch die passgenaue Setzung eines Gebäudeensembles erreicht, das sich aus der angrenzenden bestehenden Bebauung ableitet. Der bisher ineinander fließende Raum wird tailliert. Zwei großzügige Freiräume mit eigenen Identitäten werden herausgebildet und  landschaftsarchitektonisch ganz unterschiedlich behandelt: der eigentliche, verkleinerte Klagesmarkt, baulich klar gefasst, und der Andreaspark, zusammenhängend erlebbar und klarer begrenzt. 
Der Klagesmarkt entwickelt sich zu einer exklusiven, vielfältigen Adresse städtischen Wohnens, Einkaufens, Flanierens und Arbeitens.

Auslober:
— Stadt Hannover
Architekt:
— Jörg Wessendorf, Berlin
Landschaftsarchitekten:
— Atelier Loidl, Berlin
Nutzung:
— wohnen und Markthalle
BGF:
— 67.000 m²
Fläche:
— 9,5 ha

rendering Björn Rolle
bestehende Situation und Entwurf
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neuer Marktplatz
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